Schlüsselstellung der Maison blanche

Die Villa ist ein Zeugnis der Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts sowie einer wichtigen Etappe der persönlichen Entwicklung von Charles-Edouard Jeanneret (Le Corbusier). Der neoklassische Stil der Maison blanche zeigt den Bruch mit der regionalen Form des Jugendstils und ist vor allem durch die Erfahrungen von Le Corbusier in Paris bei Auguste Perret und in Berlin bei Peter Behrens geprägt.

"Es geht darum, L'Eplattenier eine andere Architektur zu zeigen. Die davor gebauten Häuser sahen malerisch aus. Die Villa Jeanneret-Perret dagegen wächst von innen nach aussen". Jacques Gubler, Professor EPFL, in: Architecture , 15.11.1987.

"Der Bau besteht nur aus Aussenmauern und vier Innenpfeilern von 50 auf 60cm. Alles Übrige sind leichte Zwischenwände, die ohne grosse Kosten versetzt werden können[...] Die Proportionen aller Zimmer sind genau durchdacht und [...] einige davon folgen sogar Proportionssystemen und Gesetzen der Architektur, die heutzutage völlig verloren gegangen sind und die man früher, in der hohen Zeit der Antike, angewendet hatte (Verhältnisse von Breite, Tiefe, Höhe)." Charles-Edouard Jeanneret, Verkaufsbeschrieb, 21.01.1919.

Unter Berücksichtigung des Tragwerkes ist der Grundriss auf jedem Stockwerk anders eingeteilt .